Unsere Geschichte

In unserer Jubiläumsfeier am 30.06.2006 "60 Jahre Schwesternschaft Wallmenich-Haus vom BRK e.V. " wurde als "kleine Zeitreise" die Geschichte unserer Schwesternschaft dargestellt.
Angelehnt an diesen Vortrag der nachfolgend dargestellte Bericht:

60 Jahre Schwesternschaft Wallmenich-Haus vom BRK e.V.

Eine kleine Zeitreise

Bericht Schwester Betty, nach der Rückkehr aus ihrem Kriegseinsatz:

Mit einem der letzten Lazarettzüge bin ich aus den östlichen Kriegsgebieten nach Bayern gekommen. Körperlich und seelisch war ich am Ende meiner Kräfte, die Erlebnisse und Strapazen meiner Lazaretteinsätze in den letzten Jahren waren grauenhaft.

Und jetzt habe ich auch noch meine Heimat verloren, mein Mutterhaus in Prag gibt es nicht mehr, meine Familie, meine Mitschwestern - allesamt vertrieben und verstreut in alle Himmelrichtungen.

In der Schwesternschaft Prag habe ich meine Ausbildung zur Krankenschwester erhalten. Es war immer mein Traum, nach Abschluss der Schwesternschule im OP zu arbeiten. Dieser Traum hat sich erfüllt, leider auf eine sehr schreckliche Art in den unterschiedlichsten Lazaretten der Ostfronten. Aus dem Traum wurde ein Albtraum.

Was soll nur aus mir werden?

Wieder endlose Wartezeiten auf zugigen und überfüllten Bahnhöfen, aber es hilft nichts, dies ist meine einzige Chance, wieder Anschluss an eine Schwesternschaft zu finden.

Auch hier ist alles grauenhaft, zerbombte Städte, verstörte Menschen, Flüchtlinge, wohin man schaut, nichts funktioniert mehr. Wo soll ich bloß hin? Von freundlichen Rotkreuzhelfern erfahre ich, dass in Regensburg eine Stelle eingerichtet worden ist, in der sich heimatlos gewordene Rotkreuz-Schwestern melden können. Ich muss auf jeden Fall versuchen, dahin zu kommen.

Gründung unserer Schwesternschaft

Februar 1946: Frau Oberin Schrüfer, eh. Oberin des Wehrmachtsabschnittes Paris/ Brüssel wurde von Frau GO Held und dem Präsidenten des BRK Herrn Schürmann beauftragt, eine Auffang- und Registrierstelle für heimatlose RK-Schwestern und Schwesternhelferinnen zu organisieren mit dem Ziel, im Bereich Niederbayern-Oberpfalz eine eigene Rotkreuzschwesternschaft zu gründen.

Zur Verfügung gestellt wurde Ihr dafür der Kellerraum in der Rotkreuz-Dienststelle in Regensburg.

Sommer 1946:  Die sog. "Droßbach-Villa" in Hirschau wurde nach einem kurzen Aufenthalt in Wöllershof das provisorische Mutterhaus dieser Flüchtlingsschwesternschaft, zwar sehr klein aber verkehrsmäßig günstig gelegen zum Bahnhof Hirschau.

Im Herbst 1946 kamen noch die heimatvertriebenen RK-Schwestern aus Schlesien (Breslau) und den anderen Ostgebieten wie z.B. Dresden, Erfurt, Gera, Leipzig, Weimar und Königsberg dazu.

Erstes Arbeitsfeld wurde das Versehrtenkrankenhaus in Wöllershof.
Dazu kamen sehr bald die Versehrtenkrankenhäuser in Berchtesgaden und Simbach/Inn.
Die damalige Zahl der Mitglieder: 350 Schwestern/Schwesternhelferinnen

1947 schlossen sich die Schwestern der Karlsbader Schwesternschaft an, die 1939 vom DRK gegründet wurde und damals schon das Stadtkrankenhaus Hof als praktische Ausbildungsstelle nutzte.

Der Wunsch von Frau Oberin Steinhäußer, in Hof eine neue Schwesternschaft zu gründen, gelang u. a. auch deshalb nicht, da es im fränkischen Raum schon zwei Schwesternschaften gab: Coburg und Nürnberg.

Mit der stetig ansteigenden Zahl von Schwestern wurden weitere kriegsbedingte Einrichtungen und Krankenhäuser in ganz Bayern besetzt. Aus diesen insgesamt 41 Einrichtungen hier nur ein paar Beispiele:

Kreiskrankenhaus Haßfurt
Kreiskrankenhaus und Damenstift Osterhofen
Versehrtenkrankenhaus Werneck
Teilkrankenhaus Weiden

In den Folgejahren war hier ein stetiger Wandel, viele dieser Einrichtungen hatten ihre Aufgabe erfüllt und wurden geschlossen, viele Schwestern kehrten in ihre Heimat östlich der Elbe zurück.

Nachdem nach dem Fall des sog. eisernen Vorhanges für die meisten Flüchtlingsschwestern keine Rückkehr mehr möglich war, beschloss man die bisherige Notgemeinschaft "Flüchtlingsschwesternschaft" in eine richtige Schwesternschaft umzuwandeln.

Die Gründungsversammlung fand am 28.02.1949 in Wöllershof statt, für die damals 220 Mitglieder war die Droßbach-Villa  dafür zu klein.

Man gab sich den Namen: Schwesternschaft Niederbayern-Oberpfalz vom Bayer. Roten Kreuz  e.V.  es wurde der erste Vorstand gewählt.

Nachdem das Hirschauer Haus viel zu klein wurde - die Zahl der Mitglieder stieg wieder stetig an, da inzwischen auch junge Frauen aus der Region, sowohl Einheimische als auch Flüchtlingsmädchen, in die Schwesternschaft eintraten, um den Beruf der Krankenschwester zu erlernen - suchte man eine geeignete Bleibe für die Dauer.

Frau Oberin Schrüfer  entschied sich letztendlich als gebürtige Ambergerin für ihre Heimatstadt, obwohl Landshut größtes Interesse zeigte, die Schwesternschaft in ihre Stadt zu bekommen.

Von der Stadt Amberg erhielt man billiges Bauland in idealer Nähe zum Städt. Marienkrankenhaus.

Im Februar 1953 erfolgte der Umzug von Hirschau nach Amberg.

In der ersten Mitgliederversammlung im neuen Haus gab man sich - nachdem man sich ja von Niederbayern abgewandt hatte - einen neuen Namen Schwesternschaft Wallmenich-Haus vom Bayer. Roten Kreuz  e.V. zu Ehren der ersten Bayer. Rotkreuz-Oberin Clementine von Wallmenich

 

Die schon erwähnten 41 Arbeitsfelder wurden nach und nach abgegeben, die meisten davon waren ja sowieso nur prov. kriegsbedingte Einrichtungen.

Mit dem Hauptaugenmerk auf einer fachlich hochwertigen Schwesternausbildung entstanden  Gestellungsverträge mit Krankenhäusern, die dafür die nötigen Voraussetzungen hatten und die ihrerseits Wert darauf legten, Schwestern zu erhalten, die nicht nur die fachlichen, sondern auch die ethischen Voraussetzungen einer RK-Gemeinschaft mitbrachten.

 

 

In vielen dieser Häuser wurde zunächst ganz klein angefangen und nach Abzug von kath. und ev. Orden nach und nach die Stellen erweitert bis hin zur gesamten Gestellung der weiblichen Pflegekräfte:

Stadtkrankenhaus Hof mit Vorschule und Schwesternschule

Städt. Marienkrankenhaus Amberg mit Vorschule und  Schwesternschule

Kreiskrankenhaus Altdorf mit Vorschule und späterer Schule für Krankenpflegehilfe

Bundeswehrkrankenhaus Amberg

Kreiskrankenhaus Sulzbach-Rosenberg mit Vorschule und Schwesternschule

Kreiskrankenhaus Deggendorf mit Vorschule und Schwesternschule

Die ärztl. Gutachterstelle der LVA in Regensburg (kein Bild)

 

Anfang der 60iger Jahre begann der große Mangel an Pflegenachwuchs.

Die Pflegevorschulen wurden erweitert, um geeigneten Mädchen eine Übergangslösung bis zum möglichen Eintritt in die Kranken- oder Kinderkrankenpflegeschule zu bieten.

Das damals schon bestehende Eintrittsalter von 18, später dann herabgesetzt auf 17 Jahre hatte viele zunächst interessiert Bewerberinnen davon abgehalten, die Krankenpflege zu erlernen. Eine Berufsausbildung für Mädchen sahen zur damaligen Zeit viele noch als unnütz an, und wenn dann noch die Berufsausbildung erst mit 18 bzw. 17 Jahren begonnen werden konnte, waren die Argumente der "Gegenseite" meist stärker als der Wunsch der einzelnen Mädchen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der zweijährigen Vorschule konnten auch Schulabgängerinnen mit Volkschulausbildung in die Kranken-/Kinderkrankenpflegeausbildung übertreten.

Ein weiterer Vorteil: das damals noch für den Pflegeberuf geforderte Haushaltshalbjahr war mit dem Besuch der Vorschule erfüllt.

Eine weitere Maßnahme, den zunehmenden Pflegenotstand in den Griff zu bekommen, war die 1965 geschaffene einjährige Ausbildung zur Krankenpflegehelferin.

In den schon vorhandenen Schulen in Hof und Amberg wurden dafür entsprechende Lehrgänge eingerichtet, in Altdorf entstand unter der Trägerschaft der Schwesternschaft eine eigene Krankenpflegehilfeschule.

Mit der Erweiterung des Städt. Marienkrankenhauses und der damit auch verbundenen Zunahme der Schülerinnen war es nötig, die Unterbringung in der Schwesternschaft zu erweitern. Volljährig wurde man damals erst mit 21, also hieß Vorschule und Schwesternausbildung auch Internatszeit. Viele Eltern waren dankbar, dass ihre Töchter hier gut und sehr behütet untergebracht waren, ob es die Töchter auch immer waren, wurde sehr unterschiedlich gesehen.

1968 bezog man Haus 2, jeweils auf 3 Stockwerke aneinander gereihte Doppelzimmer, Teeküchen, Duschen, Bäder und Toiletten als Gemeinschaftseinrichtung.

Wie stolz waren die ersten Bewohner damals auf die Errungenschaft eines Doppelzimmers, da vorher die Unterbringung in Mehrbettzimmern erfolgte.

Nachdem sich die sog. Gründergeneration langsam den Ruhestand näherte, begann die Planung für ein schwesternschaftseigenes Altenheim. In der Nähe der Max-Josef-Schule hatte  Frau Oberin Schrüfer ein Grundstück erworben, die Planung für 104 Appartements - sie sollten auch Amberger Bürgern offen stehen - war fertig, der Termin der Grundsteinlegung festgelegt.

Da verstarb plötzlich und unerwartet am 14. Juli 1974 Frau Oberin Schrüfer an einer unheilbaren Krankheit, die sie bis dahin verborgen hielt, obwohl sie seit langem in Behandlung war.

Ein schwerer Schock für unsere Schwesternschaft, denn es gab keine Nachfolge. Als sehr tatkräftige und äußerst geschickte Geschäftsfrau, allerdings auch in sehr selbstherrlicher Art und Weise, hatte sie zwar Großes erreicht, aber trotz langer Krankheit versäumt, sich rechtzeitig um eine Nachfolge zu kümmern.

Es musste eine Übergangslösung gefunden werden, bis eine geeignete Nachfolgerin gefunden wurde, die zudem auch bereit war, nach Amberg zu gehen.

Es begann die Ära Oberschwester Charlotte Göbel:

Schwester Charlotte war 1971 aus gesundheitlichen Gründen ins Mutterhaus zurück gekommen, ihre Tätigkeit als Leitende Op-Schwester in Hof konnte sie nicht mehr ausüben.

Als Oberschwester übernahm sie schwesternschaftsintern die Vertretung von Frau Oberin Schrüfer, zusätzlich musste sie den jungen Op-Schwestern in Amberg, die nach dem Abzug der Ordensfrauen ziemlich allein gelassen waren, fachlich den Rücken stärken, denn die neue Chefarztgeneration verlangte den Standard, den sie bislang gewohnt war.

Vom Verband der Schwesternschaften vom DRK wurde Oberschwester Charlotte beauftragt, die kommissarische Leitung der Schwesternschaft zu übernehmen, bis eine geeignete Nachfolge gefunden wurde.

Neben Frau Generaloberin Held (aus München verdienen hier zwei Persönlichkeiten das Recht, namentlich genannt zu werden:

Der eh. Oberbürgermeister der Stadt Amberg, Herr Michael Lotter, Vorstandsmitglied seit 1951 und von Sept. 1956 - April 1981 stellv. Vorsitzender erbot sich hierbei als Geschäftsführer im Hintergrund (im Bild zweite v. links)

Die zweite Persönlichkeit: Oberschwester Maria Bayer, hier im Bild so wie viele sie von uns noch kennen: stets grantiger Blick, harte Schale aber weicher Kern. Sie hatte ein persönliches Schicksal ins Mutterhaus gebracht, eine Pflichtversetzung die sie erduldet hat. Ob sie darunter gelitten hat, dass Oberschwester Charlotte ihr vorgezogen wurde, haben wir nie erfahren.

Diese Übergangszeit dauerte von Juli 1974 - Januar 1977

Man hatte sie endlich gefunden, die geeignete Nachfolge wahrscheinlich mit dem nötigen Nachdruck gestrenger Generaloberinnen, die die NEUE zu überzeugen wussten, dass ihr künftiger Platz nun in Amberg sei.

Am 16.01.1977  wurde Frau Oberin Monika Weidenkopf die neue Vorsitzende unserer Schwesternschaft.

In ihre Amtszeit fielen:

Die Erweiterung des Standortes der Schwesternschaft mit dem neuen Annelotte-Schrüfer-Haus als Wohnheim für Schülerinnen und Wohnraum für pensionierte Schwestern. Für diese hatte sie auch in Haus sehr schöne 2-Raum-Appartements eingerichtet, da mit dem Verkauf des Altenheimgrundstückes endgültig das AUS für ein schwesternschaftseigenes Alten- und Pflegeheim kam.

Viele weitere Bauvorhaben am Standort Destouchesstraße 10 wurden entweder vom Bauamt, mit Unterstützung der Nachbarn und dem Freundeskreis Mariahilfberg oder von der Vorstandschaft nicht genehmigt.

Der Wegfall der Arbeitsfelder Deggendorf, Bundeswehrkrankenhaus Amberg und LVA Regensburg wurde ersetzt durch neue Gestellungsverträge mit dem BRK-Krankenhaus Bad Abbach, den Einrichtungen der KfH-Nierenzentren Amberg, Hof und Sulzbach-Rosenberg und weiteren kleineren, meist Einzelgestellungsverträgen.

Die Umstrukturierung in den Arbeitsfeldern, die Anpassung bestehender Gestellungsverträge, die leider alle damit verbunden waren, dass neben vielen weiteren Abstrichen vor allem die Verwaltungskosten drastisch gekürzt wurden. Leider konnten mit der gleichen Schnelligkeit vorhandene Mitarbeiter der Schwesternschaftsverwaltung nicht entlassen werden.

Die Neubesetzung leitender Funktionen im Pflege- und Schuldienst, die gravierenden Veränderungen in der Kranken- und Kinderkrankenpflegeausbildung, die Bewältigung des inzwischen wieder akuten Mangels an Pflegekräften und die Veränderung des Berufsbildes allgemein.

Auch die Veränderungen innerhalb der Schwesternschaften. Die Zahl der verheirateten Mitglieder übertraf die der ledigen. Verheiratete Schwestern waren aus familiären Gründen nicht mehr so beweglich, Zwangsversetzungen im Interesse der Schwesternschaft waren kaum mehr möglich. Hinzu kam ein reichlicher Kindersegen, die Aussage von Frau Oberin Weidenkopf war hier immer: "Die oberpfälzer Schwestern sorgen für den Nachwuchs für ganz Deutschland" - für unsere Schwesternschaft war dies, gerade wenn es sich um leitende Schwestern handelte, nicht leicht zu bewältigen.

Auch die Veränderung der äußeren Erscheinung - vor allem das Ablegen der Haube - machte auch vor unserer Region nicht halt und das gute "Blaue" wurde ersetzt durch die sog. Imagekleidung.

Als sehr weitsichtig erwies sich die Entscheidung von Frau Oberin Weidenkopf, unserer Schwesternschaft mit eigenen Einrichtungen ein zweites Standbein zu geben.

1979 mit der Gründung der ambulanten Krankenpflege

1985 mit der Einrichtung einer Kurzzeit- und Tagespflege und

1989 mit der Errichtung einer Kinderkrippe, damit unsere jungen Mütter wieder frühzeitiger in den Dienst zurückkehren konnten.

Am 31.03.1998 ging Frau Oberin Monika Weidenkopf in den Ruhestand, zurück in ihre Heimatstadt München, deren vielfältige kulturelle Angebote sie in den 19 Jahren Amberg so vermisst hatte.

Ihre Nachfolge wurde Brigitte Wedemeyer

am 01.04.1998 übernahm sie das Amt der Vorsitzenden, im März 1999 wurde sie von der Mitgliederversammlung in diesem Amt bestätigt.

Schon sehr schnell hatte sie das große Glück Vorstandsmitglieder zu behalten bzw. neu zu bekommen, die unsere sozialen Aufgaben - besonders die unserer eigenen Einrichtungen - nun auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachteten.

Alles was nachfolgend genannt wird, wäre ohne sie nicht möglich gewesen.

Umstellung der Verwaltung:

Ausstattung aller Arbeitsplätze mit einer zeitgerechten EDV. Umsetzen der Ergebnisse aus der wirtschaftlichen Begutachtung, vor allem der Stellenabbau in den Bereichen Sekretariat, Personalverwaltung und Gehaltsabrechnung.

Sicherung des Standortes Destouchesstr. 10.

Nachdem die Anmietung der Zimmer durch unsere Schülerinnen ständig rückläufig war, musste versucht werden, hier eine andere Nutzung zu finden.

1999 wurde die Kurzzeitpflege erheblich erweitert von damals 10 auf bis zu 22 Plätze.

Die Planung für ein stationäres Hospiz  (Ausbau Dachgeschoss Haus 2) - der Amberger Hospizverein hatte in Haus 1 sein erstes Büro - musste leider aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden

Schwesternschaftseigenes Alten- und Pflegeheim: vormals als Umbau geplant, dann wie hier im Bild als Neubau  - nach Abriss der Häuser 1 und 2 - .

Es gab viele gute Vorstellungen, leider auch Gegner, die durch ihre Einsprüche gegen dieses Vorhaben ein wirtschaftliches Betreiben nicht mehr möglich machten.

 

Die Suche nach einem anderen Standort begann. Vieles wurde besichtigt und wieder verworfen, bis dann mit dem Erwerb des Grundstückes der Kath. Waisenhausstiftung das RICHTIGE gefunden war.

 

 

Dann ging alles sehr schnell:

Grundsteinlegung am 18.12.2002

Richtfest im Juli 2003

Beginn der Belegung des Clementine von Wallmenich-Hauses ab April 2004

Einweihungsfeier am 20.09.2004

Schon während der Planungszeit festigte sich die Absicht, den alten Standort "Berg" gänzlich aufzugeben.

Nachdem die "moralischen" Bedenken überwunden waren, stellte sich leider heraus, dass der uns aufgezwungene Bebauungsplan mit 6 Einfamilienhäuser auf einer Gesamtfläche von ca. 5.400 m² sich leider nicht vermarkten ließ.

Auch das Einschalten erfahrener Makler - die auch überregional tätig waren - brachte nicht die gewünschten Erfolge.

Kaufinteressenten mit anderen Vorstellungen (Doppelhäuser oder Geschosswohnungsbau) hatten leider nie eine Chance, bereits bei den Vorgesprächen im Bauamt kam das absuluteAus.

Die Häuser sind - soweit möglich - fast vollständig vermietet und es wird mit Sicherheit auch hier eine Lösung gefunden.

Ausbau der schwesternschaftseigenen Einrichtungen mit dem Ziel

WIR sind im Stadtgebiet Amberg der Marktführer im Geschäftsbereich der ambulanten Kranken- und Altenpflege sowie der stationären Altenpflege.

Ausbau der ambulanten Einrichtungen im Bereich

Beratung: Fachstelle für pflegende Angehörige in Kooperation mit der Stadt Amberg

Ausweitung der Angebote mit unserem Mahlzeitenservice und dem

Betreutem Wohnen daheim

Ausbau der Pflegeleistungen in den Bereichen Kinderkrankenpflege Intensiv- und Palliativversorgung

Inzwischen erfolgreich als erste Amberger Einrichtung zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2000

Bau des Clementine von Wallmenich-Haus als Wohn- und Pflegeheim mit insgesamt 101 Plätzen zur Sicherung der stationären Altenpflege

Und nun der letzte Teil unseres vernetzten Angebots:

Wohnpark St. Sebastian, Betreutes Wohnen für Senioren

Leider mit einem "weinenden" Auge - das Eigenkapital für eine sichere Finanzierung "liegt" immer noch am Berg - dessen Tränen aber ganz schnell damit getrocknet wurden, dass wir im Wohnungsunternehmen Amberg e.G.  einen Partner gefunden haben, der unsere Vorstellungen von einem echten betreuten Wohnen teilt.

Wir sind sicher, dass diese Kooperation  Wohnungsunternehmen Amberg und Schwesternschaft Wallmenich-Haus Erfolg haben wird.

Dies belegt schon jetzt die Tatsache, dass bereits vor Baubeginn alle Wohnungen belegt sind und die Warteliste von Tag zu Tag wächst.

Auszug aus der Ansprache von Frau Wedemeyer:

Es scheint aber nicht nur die Sonne, die rauen Stürme der Wirklichkeit machen leider auch vor uns nicht halt und rütteln manchmal ganz schön kräftig am Baum - Schwesternschaft.

Bis jetzt haben wir dadurch nur Blattwerk und kleinere Äste verloren, der Stamm hat immer noch gehalten.

Wünschen wir uns für die Zukunft, dass es so bleiben möge.

Hat sich auch vieles verändert in den letzten Jahren - gewollt oder ungewollt - auf eines legen wir nach wie vor großen Wert:

·  Unser Stolz und unser Kapital sind unsere Mitglieder.

Sie zeigen im Alltag, dass für uns Rotkreuzschwestern zwei Maxime gelten:
Professionalität im Beruf und Humanität im Umgang mit unserem Mitmenschen.

·  und dass wir eine Gemeinschaft sind:

Wir sind ein Team - um in der heutigen Betriebsphilosophie zu sprechen - und dieses

Team braucht jeden EINZELNEN - Mitglieder und Angestellte - genau da, wo sie momentan für unsere Schwesternschaft tätig sind, ganz gleich in welcher Aufgabe.

 

Dass diese Einstellung eine persönliche Befriedigung sein kann, zeigt der Satz von Clementine von Wallmenich Glück ist Arbeit im Dienste einer großen Idee.

Glück ist Arbeit im Dienste einer großen Idee

er soll weiterhin für uns Gültigkeit behalten.

Es war schwierig, 60 bewegte Jahre Schwesternschaft in diese Kurzform zu bringen.

Vieles Wichtige müsste noch erwähnt werden, viele verdiente Persönlichkeiten unserer Schwesternschaft hätten genannt werden müssen, doch das würde den Rahmen sprengen.
Namentlich möchte ich noch die lebenden Mitglieder erwähnen, die von Anfang an - also seit 1946 unserer Schwesternschaft angehören:
Betty Klinger, Gertrud Pawelcyk, Marianne Pichl, Maria Waas.